French Toast und Pünktchen

French Toast habe ich zum ersten Mal in Kalifornien gegessen. Wir hatten bei Mary in ihrem sehr netten B&B-Haus in Cambria übernachtet und zum Frühstück fragte sie uns, ob wir French Toast haben wollten. Wir hatten keine Ahnung, was es genau ist. Schaut man im Internet nach, wird es mit Armen Rittern verglichen. Aber das trifft es nicht ganz. French Toast ist gebratenes Weiß- oder Toastbrot mit kross gebratenen Speck- und rohen oder auch gebratenen Bananenscheiben. Das Ganze wird mit Puderzucker bestreut und dazu Ahornsirup gereicht. Iiih kann man sagen, wenn man das liest, schmeckt aber ganz lecker. In Erinnerung an das nette Frühstück in Kalifornien habe ich dann am Sonntag, weil es auch hier in Neuseeland angeboten wird, wieder einmal French Toast bestellt. Es war lecker, aber danach ist man pappsatt und hat das dringende Bedürfnis, sich zu bewegen.

Und so sind wir dann vorbei an verschiedenen Sehenswürdigkeiten und durch einige Parks bis in die Innenstadt gelaufen. Beinahe hätten wir das Kunstmuseum ausgelassen, weil es etwas abseits lag. Gut, dass wir uns entschlossen haben, wenigstens das Gebäude von außen anzuschauen. Ausstellungen wollten wir uns nicht anschauen. Und dann war da plötzlich der Name der japanischen Künstlerin Yayoi Kusama angeschlagen.

IMG_7250.jpg

Das interessierte uns doch, zumal wir schon im vorletzten Jahr eine ihrer Ausstellungen nicht ansehen konnten. Wir hätten auch den ziemlich hohen Eintrittspreis in Kauf genommen. Aber es war keine richtige Ausstellung, sondern eine Pünktchen-Mitmach-Aktion, wie es sie schon in einigen anderen Städten gab. Der Eintritt war frei, man musste sich nur in eine Schlange anstellen, in der überwiegend japanische Touristen standen, bekam am Eingang ein Blatt mit Klebepunkten ausgehändigt und durfte diese in dem ursprünglich weißen Raum nach Herzenslust verteilen.

IMG_7260.jpg

Die Aktion läuft angeblich seit 14 Tagen. Dafür wurde schon ordentlich geklebt. Mir hat es Spaß gemacht.

Wir sind noch etwas weiter durch die Dauerausstellung gegangen. Es war ein bisschen wie in den USA, überwiegend europäische Kunst. Die ausdrucksstarken Maori-Portraits von Charles F. Goldie, Ölgemälde aus dem frühen 20. Jahrhundert, nahmen einen recht kleinen Raum ein.

IMG_7301.jpg

 

 

2 Kommentare zu „French Toast und Pünktchen“

  1. hallo, das finde ich super, daß ihr eure Punkte gefunden habt. Darf man menschen auch mit Punkten bekleben?
    Hier ist es heute grau und greißlig…für mich nicht schlimm, weil ich ja sowieso mehr mit „Innen“ beschäftigt bin.
    verpixelte, pünktliche grüße…

Antworte auf den Kommentar von marion Antwort abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert