Neuseeland hat mich zutiefst beeindruckt, auch wenn wir nur einen kleinen Teil der Nordinsel gesehen haben. Wir sind ca. 2.400 km mit dem Auto gefahren. Es gibt tolle Strände, so viel Energie aus der Erde und dabei sehr angenehme Temperaturen.

Auf meine Behauptung, dass es solche intensiven Naturerlebnisse in Nordeuropa nicht gäbe, habe ich schon Widerspruch bekommen. Mag sein, ich kenne Nordeuropa nicht genau genug. Island würde ich nicht durchgehen lassen, weil es dort, glaube ich, nie richtig warm ist. Und die Azoren sind eher für ihre Tiefs bekannt. Aber ich nehme gerne Vorschläge an, wo ich etwas Vergleichbares im nächsten Jahr in Europa anschauen kann, damit man sich den weiten Weg sparen kann.
Ganz anders als in Südamerika ist in Neuseeland der Tagesrhythmus. Die Neuseeländer fangen früh an und hören früh auf. Viele Geschäfte öffnen um 8.30 Uhr und
schließen gegen 17.30 Uhr.
Abendessen gibt es ab 17.00 Uhr. Entsprechend früh schließen auch die meisten Restaurants. Wenn man sich nicht beeilt, bleibt irgendwann nur noch der Supermarkt, die meisten haben bis 22.00 Uhr geöffnet. Der größte Kontrast dazu war Argentinien, wo eigentlich niemand vor 21.00 Uhr zum Abendessen ging. Die meisten Geschäfte haben Siesta gehalten und um 17.00 Uhr wieder geöffnet oder es auch bleiben lassen.
Essen gehen ist sehr teuer, auch im Fastfoodbereich. Meistens bestellt man an der Bar, bezahlt alles und nimmt sein Bier und eine Nummer für‘s Essen mit, das einem dann gebracht wird. Es gibt oft Burger, Pommes und Sandwiches, ähnlich wie in den USA. Aber was das Essen wohl so teuer macht, ist, dass man es hier auf Porzellangeschirr mit Besteck serviert bekommt. Lamm schmeckt sehr lecker, aber wenn man die Tiere vorher auf den Wiesen rumspringen sieht …

Nach gut 2 Wochen haben wir uns immer noch nicht ganz an den Linksverkehr gewöhnt, wollen am Auto immer noch an der falschen Tür einsteigen und zumindest ich schaue beim Straße überqueren oft noch zuerst in die falsche Richtung.

Auffallend ist, dass sehr viele asiatische Menschen h
ier leben und Urlaub machen. Die Asiaten sind oft im Servicebereich tätig oder betreiben selbst kleine Läden. Touristenprospekte sind außer in Englisch in Japanisch, Chinesisch und Koreanisch abgefasst. Es geht sehr multikulturell zu.
Wir haben keinen scheuen Kiwi zu Gesicht bekommen und nicht genug über die Maori-Kultur erfahren. Die Maori-Dörfer um Rotorua erschienen uns sehr touristisch.
Und so gab es keinen Hangi, ein Essen, das in den heißen Quellen gegart wird. Man kann nicht alles haben.
Mir hat der Mix aus Natur und etwas Stadtleben gut gefallen. Auckland finde ich sehr angenehm. Obwohl es eine Millionenstadt ist, geht es ziemlich ruhig zu und mitten in der Stadt finden sich viele grüne Oasen.

Napier mochte ich und Rotorua ist aufgrund der geothermischen Geruchsbildung eher gewöhnungsbedürftig.
Im Moment bereiten wir uns auf das nächste Ziel vor und schauen etwas Tennis.
Nordeuropa kenne ich auch nicht, aber Korsika ist schon mal nicht verkehrt, wenn gleich es nicht so viele „Naturerlebnisse“ wie vielleicht Neuseeland hat, sondern einfach nur Landschaftserlebnisse.
Als eines der nächsten europäischen Ziele habe ich Slowenien auf der Liste.
Das ist dann wie in England oder Schottland. Dort gibt es in den Lokalen schon oft ab 20 Uhr nichts mehr zu essen.
Der Strand sieht ja super schön aus. Kann man dort auch baden oder ist es zu kalt?
Hier hat es am Montag heftig geschneit und heute ist schon wieder alles fast weggetaut. Liebe Grüße nach Australien, Petra