Australian Open

Vor ziemlich genau einem Jahr, wir schauen gerade Tennis, hat Sabine verkündet, dass sie gerne mit auf Weltreise kommen würde, aber die Australian Open müssten schon dabei sein. Klar, machen wir. Geglaubt haben wir beide nicht so richtig dran, da wir aber jetzt wirklich einmal rum fliegen, sind wir gerade in Melbourne anstatt in Kapstadt. Also war der Viertelfinalbesuch definitiv ein Muss. Wir haben die Karten schon von Chile aus ausgesucht, natürlich ohne zu wissen, wer spielt. Hier haben wir dann auf Kerber gehofft, die hat aber am Morgen gespielt, wir haben Abendkarten. Federer wartet auf uns.

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Die Stadt ist schon sehr im AO Fieber, Public Viewing auf dem Haupttouristenplatz, überall Werbung und Tennis auf allen Fernsehern. Wir schauen Kerber im Hotelzimmer, gehen aber für Chung vs. Sandgren zum Public Viewing. In einer Stadt, in einem Land, auf einem Kontinent, nahe an Asien, finden sich natürlich eine Menge Fans eines koreanischen Shooting Stars. Dementsprechend tolle Stimmung und wir in der zweite Reihe. Kleine Koreanerinnen können sich laut freuen.

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Dann noch kurz was zu Essen kaufen, Rucksack umpacken und ab aufs AO Gelände. Ne Menge Schicki Micki, wie zu erwarten, fallen aber in der Masse der Leute gar nicht auf. Angeblich 47.000 Leute heute. Wir laufen mal die kleinen Plätze ab, davon gibt es ca. 20, alle mit kleinen Tribünen und wenigen Zuschauern, meistens Family and Friends. Wir finden ein Doppel der Junior League mit zwei deutschen Jungs, Rudolf Molleker und Henri Squire, beide 17. Sie gewinnen und sind um Halbfinale, guter Einstand.

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Dann rein in die große Halle, Rod Laver Arena, Dach ist zu, Lightshow zum Einstieg. Unsere Plätze sind direkt unter dem Dach, letzte Reihe. Sabine hat ein bisschen Angst, dass das Dach zu bleibt, es ist stickig und eng. Vor uns ein Tscheche, wird später der lauteste Schreier für Tomáš Berdych sein.

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Neben uns setzen sich Neuseeländer, extra für Federer angereist, der deutsche Praktikant aus München passt auf die Farm auf.

Dach geht auf, schöner Abendhimmel über Melbourne, Luft gut, Spiel kann beginnen. Was ich ganz vergessen hatte, ist, wie lang das Tennisfeld in Wirklichkeit ist, sieht man im Fernsehen nicht so. Im Stadion ist es ein ganz anderes Spiel als im Fernsehen, von unserer Position aus sieht man keine Emotionen, aber schön die Laufwege der Spieler. Der Tanz der Ballmädchen und -jungs ist auch nett anzuschauen.

Federer wird hier euphorisch gefeiert, der Star hat fast das gesamte Publikum hinter sich. Die Challenge ist hier ein Event, alle machen bei den Ahs und Ohs mit. Das Stöhnen der Spieler, welches mich im Fernsehen immer nervt, ist hier kaum zu hören. Wir haben tolle 2:15 Stunden Spiel und nochmal 2 Stunden drum herum.

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Zum Schluss schauen wir uns ein bisschen Klamauk von John und Patrick McEnroe und Goran Ivanišević an. Unterhaltsam und man sieht, dass John McEnroe das immer noch genau so verbissen sieht wie früher, die  anderen spielen mit Bauch.

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Es war schön, mal in den Tenniszirkus reinzuschauen.

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2 Kommentare zu „Australian Open“

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