Kultur in Melbourne

Unser zweiter Besuch in Melbourne startet kulturell. Es verschlägt uns in die National Gallery of Victoria. Nicht weil wir unbedingt reinwollen, sondern weil es uns von außen schon anspricht und von innen noch mehr, Sabine berichtete.

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Die Ausstellung Triennial ist wirklich sehenswert. Gleich am Eingang zeigt eine riesige Skulptur eindringlich die Mischung aus asiatischer und europäischer Kultur, die gerade in den Großstädten hier sehr deutlich sichtbar ist. Eine liegende Buddhafigur wird von griechisch-römischen Statuen bewohnt. Der Künstler ist Xu Zhen und gerade die Größe, die hier im Foyer des Museums gar nicht im Weg ist, macht es noch eindrucksvoller.

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Daneben gibt  es das Museums Café, komplett von Hassan Hajjaj als marokkanisches Teehaus eingerichtet. Die Tapeten und Einrichtungsgegenstände, gerade in den knalligen Farben, laden zum Rumlümmeln ein.

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Im nächsten Raum präsentieren mannshohe Comicfiguren die Gemälde.

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Die underground Comickultur gemischt mit Anspielungen auf das Kunstgeschäft im Bild setzt die poppigen Farben gleich fort.

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Wir sind von der Kunst erstmal restlos begeistert, hatten wir an einem Sonntagvormittag so nicht erwartet. Lohnt sich doch das Rumgereise.

Nächster Raum, toll, geht so weiter. Pae White spannt bunte Wollfäden in einem Raum voller Farben und Formen. Das Auge hat Probleme, Strukturen von Flächen zu unterscheiden, ganz neue Räume tun sich auf.

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Auch selten so inspirierende Steinhaufen gesehen. Pascale Marthine Tayou macht die Demos bunter, oder auch nur die Baustellen. Ma-Lu, wär das nix für euch im Garten, in schön eckig und ohne Loch?

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Gelacht habe ich über diese Museumskraft, der im Foto leider seine dicke goldene Armbanduhr nicht zeigt. Der Kontrast zwischen der klassischen Sammlung, dem Totenkopf von Ron Mueck und dem Pseudorapper hat mich gepackt.

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Zum Schluß noch der Elch im Dialog. Die Sammlung japanische Kunst wird hier um einen ausgestopften Elch, mit Glaskugeln umhüllt, ergänzt. Der Dialog mit der Baseballkappe hat mich fasziniert. Wenn man im richtigen Winkel in eine der Kugeln blickt, kann man dem Elch in die Augen schauen.

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Ansonsten fiel das Museum eher durch St. Petersburger Hängung und kompakte Vermittlung von Kunst auf. Leider schon zu häufig gesehen.

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Sehr positiv sei die Kinderfreundlichkeit zu vermerken, fast alle längeren Bildbeschreibungen hatten eine „for kids“ Variante, die mir teilweise besser gefallen hat. Ein Teil der Ausstellung war pures Mitmachen. Ein niederländisches Kollektiv hatte den Teil „We Make Carpets“ beigesteuert. Die Kinder waren sehr fleißig dabei.

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Pingelige Erwachsene wollten es eher symmetrisch, war den Kids aber schnuppe. Sowohl das Einweben von Familienmitgliedern als auch der strubbelige Teppich haben mir gut gefallen.

2 Kommentare zu „Kultur in Melbourne“

  1. Meinst du komplett Pflastern, damit der König unterm Gras keine Chance mehr hat, oder viele bunte Steinhügel, zwischen denen seine gefühlt 500 Erdhügel unauffällig verschwinden? Schöne Idee! MaLu

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