Nachdem wir zu Jana’s Geburtstag wunderbares indisches Mittags-Buffet an der Promenade mit Blick auf die Fischerboote hatten, erkunden wir zusammen mit Carlos Pondicherry. Wir gehen recht langsam, weil es in der Mittagssonne schon sehr heiß ist. Ich möchte gerne einen Blick in den Aurobindo-Ashram werfen, wenn ich schon mal hier bin. Jana hatte uns den Hinweis gegeben, dass alle Gebäude, die grau und weiß angestrichen sind, dazugehören. Das sind ganz schön viele. Aber man sieht keine Eingänge. Als ich endlich ein offenes Tor entdecke, verbirgt sich dahinter das dazugehörige Krankenhaus.

Wir geben die Suche auf und kommen an einer knallgelben Villa vorbei. Ein uniformierter Herr begrüßt uns freundlich und bittet uns hinein. Ich sehe soeben das Schild Institut Français. Das interessiert mich. Es gibt einige Büchersäle, vom oberen Stockwerk hat man einen hervorragenden Ausblick aufs Meer. Man widmet sich hier der Indien-Forschung. Sicherlich kann man auch einen Französisch-Kurs besuchen.

Wir gehen weiter und kommen eher zufällig doch noch zum Ashram. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite muss man die Schuhe ausziehen und dann geht man über einen Teppich in das Meditationshaus.

Handys aus, leise sein und keine Fotos machen. Am zentralen Platz befindet sich eine Art Altar, reichlich mit Blumen dekoriert. Viele Inder sitzen auf dem Boden und meditieren. Wir sind so ungefähr die einzigen Weißen. Die Meditationskurse, die für Europäer angeboten werden, finden sicherlich woanders statt. In einem Nebenraum kann man viele Bücher zu dem Thema kaufen, auch zwei Regale in deutscher Sprache. Ein Informationsraum zeigt ausschließlich Fotos von Sri Aurobindo, dem Begründer des Ashrams und der „Mutter“, die Auroville gegründet hat. Das ist mir zu viel Kult.
Wir laufen noch etwas durch das französische Viertel mit einigen netten Villen, deren Glanz ein bisschen eingebüßt hat. Aber ein gewisser Charme ist durchaus noch vorhanden. Da es Sonntag ist, geht es in den Straßen ziemlich ruhig zu, so dass man nicht nur auf den Verkehr achten muss, sondern sich auch relativ entspannt umschauen kann.

Viele Inder relaxen im Park, einige schlafen auf den harten Bänken. Die jungen Inderinnen sind sehr hübsch und farbenprächtig gekleidet.

Nach 2 Stunden Bummelei freuen wir uns alle auf einen erfrischenden Mangosaft. Den haben wir uns verdient.
Im Moment gibt es hier auch viele Mangos, die aber sicherlich nicht so gut sind, wie direkt vom Baum. Ein sehr schöner Ort, an dem ihr gerade seid!
Hier ist es endlich wieder wärmer. Liebe Grüße, Petra