Frühstücken in Japan

In Osaka und Kyoto hatten wir ein Hotelzimmer ohne Frühstück und haben uns morgens ein fertiges Sandwich vom 7-Eleven nebenan geholt. Instant Kaffee gibt es eigentlich neben dem Wasserkocher in jedem Hotel weltweit. Das Sandwich besteht meistens aus weißem Toastbrot mit Eiersalat oder grünem Salatblatt mit Käse und gekochtem Schinken. Das Ganze ist eher geschmackneutral. Die Äpfel und Orangen dagegen sind sehr lecker und durften bei unserem Hotelzimmerfrühstück auch nicht fehlen. Wenn wir dran gedacht haben, gab es sogar Orangensaft. Problem in Japan ist allerdings der nicht vorhandene Platz. Die Hotelzimmer haben gefühlte 9 qm und unsere wurden von Osaka über Kyoto nach Tokyo zusätzlich noch immer kleiner. Den zweiten Koffer können wir nicht geöffnet im Zimmer haben und wegen des geöffneten ersten Koffers geht die Toilettentür auch nur maximal halb auf.

Hier in Tokyo haben wir eine ganze Woche gebucht, incl. Frühstück, auf das wir uns schon gefreut haben. Am ersten Morgen sind wir pünktlich im Frühstücksraum und werden gefragt, ob wir westliches oder japanisches Frühstück möchten. Sabine entscheidet sich für das westliche, ich für das japanische.

IMG_0674.JPG

Das westliche Frühstück besteht aus einer Zwiebelsuppe, einem grünen oder roten Smoothie, heute Apfel mit Tomaten, etwas süßen Cornflakes mit Yoghurt, einer sehr dicken Scheibe Toastbrot, gebuttert, 2 kleinen Würstchen und 2 Spiegeleiern. Nicht nur wegen der Zwiebelsuppe gewöhnungsbedürftig.

Das japanische Frühstück ist da etwas schwerer zu beschreiben, zumal ich auch erst langsam, nachdem ich es mir jetzt schon 3 Tage am Nachbartisch angeschaut habe, eine Idee davon bekomme, wie man das so isst. Am ersten Tag habe ich noch alles in die Suppe getunkt, schließlich ist trockener Reis nicht so meine Sache, da muss schon was Soße drauf. Dann allerdings sehe ich am Nachbartisch, dass die Suppe doch eher eine Suppe ist und alles getrennt gegessen wird.

Also, was ist denn das eigentlich alles? Die Suppe ist eine klassische Miso Suppe mit wechselnden Einlagen heute Sellerie und Petersilie oder ähnliches. In Ermangelung eines Löffels wird sie aus der Schale getrunken und die Einlage mit den Stäbchen rausgefischt. Vorne rechts gibt es verschiedene Gemüse, mal sauer eingelegt, mal mit Algenstreifen. Rechts außen ein süßer Crepe, aufgerollt, sehr lecker. Dahinter Tofu, einmal trocken, einmal in einem Öl eingelegt. Hinten dann der gebratene Fisch, darf bei einem richtigen, japanischen Frühstück auf gar keinen Fall fehlen. Der ist hier super gebraten und gewürzt. Wenn man sich einmal an Fisch zum Frühstück gewöhnt hat, wirklich das Beste. Links der Reis mit den abgepackten, getrockneten Algen dahinter. Die Japanerin am Nachbartisch zerbröselt sie über dem Reis, probiere ich morgen mal aus. Sabine hat sich bislang nicht ran getraut, ist ihr am frühen Morgen zu fischig. Nachdem ich aber einmal das westliche Frühstück genommen habe, ist mir das japanische doch deutlich lieber und ich werde wohl dabei bleiben.

Guten Morgen.

3 Kommentare zu „Frühstücken in Japan“

Antworte auf den Kommentar von lasei Antwort abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert