Ich hatte gestern in einem Blog Post gelesen, dass es am Bahnhof Akihabara einige Manga und Anime Geschäfte geben soll. Also sind wir heute mal hingefahren, einmal U-Bahn Linie wechseln geht schon. Leider laufen wir dann komplett in die falsche Richtung und landen eher zwischen Bürotürmen als im Shoppingparadies. Also kehrt und durch ein paar Gässchen, an der Hochbahn lang wieder zum Bahnhof zurück. Diesmal sehen wir gleich die Außenwerbung auf der anderen Bahnhofseite und stürzen uns in den Trubel. Falsches Kaufhaus für Sabine, nur Technik. Die Laptop, Gaming Keyboards und Mäuse Abteilung ist zwar ganz lustig, fixt mich aber derzeit nicht an. Eine Diskussion über Tastaturdruckpunkte, naja. Um die Ecke gibt es aber richtiges Hifi, eine bei uns fast ausgestorbene Gattung.

Das Ganze steht hier mitten im Kaufhaus, nicht in abgedrehten Spezialgeschäften mit spitzohrigen Verkäufern.

Es herrscht ein Herstellungsländerkult, sehr schön. Zwischen den Vitrinen mit Plattenspielern, den Regalen mit Doppelkassettendecks und den Tonabnehmern darf dann natürlich auch die Vitrine mit den Röhren nicht fehlen.

Sabine findet, dass ich etwas viel Zeit in dieser Abteilung verbringe und drängt auf eine Pause. Wir fahren in die oberste Etage und essen sehr lecker bei Hamburg & Steak. In diesen Shopping Malls sind die Essensetagen sehr gut.

Wir sind ja im Land der Spielautomaten und selbst in diesem Kaufhaus gibt es überall zwischendrin mal was zum Geld einwerfen. Die meisten kenne ich gar nicht, aber alles ist schön mit Touchscreen und Spezialcontrollern ausgestattet. Sie geben sich auch nie mit einer Maschine zufrieden, es muss schon gleich eine ganze Batterie sein.

Nächste Etage, Eisenbahn und Modellbasteleien. Von Plastik bis Metall ist alles vorhanden. Die Modelleisenbahnen reflektieren die Vielfalt der in Japan fahrenden Züge sehr schön.

Wir haben von unserem Hotelzimmer ja einen direkten Blick auf die Bandai Firmenzentrale und hier finden sich all diese Plastikfiguren, die wir als Kinder schon immer haben wollten. Hier mal die One Piece und Star Wars Beispiele, es waren aber eher 200 qm Vitrinen zu bestaunen.


Japanisch verrückt wird es dann aber wie immer mit Figuren von leicht bekleideten Mädels. Ich hab’s mal durch den Muskelmann etwas relativiert.

Dann allerdings stolpere ich über diese Bastelpackungen.

Man kann sich die Mädels aus Körper und Beinen selbst zusammenbasteln. Keine Ahnung, was das soll. Hab mal ein bisschen geschaut und diese Seite über Maschinen Krieger gefunden. Sehr japanisch, verstanden hab ich es aber nicht.
Alles in allem sehr interessant, auch wenn ich Sabine zwischendrin mal in der Fernsehabteilung abgeben musste. Ich dachte, ich hätte solch eine asiatische Reizüberflutung schon in Hongkong gesehen, ich finde es hier aber noch intensiver.

Lars hatte zwischendurch noch den Link auf die Japan Paranormal Serie auf Arte geschickt. Beim Besuch eines größeren Buchladens komme ich auf die Idee nach J-Horror Mangas zu fragen. Aber die Verkäuferin kann mit „Paranormal“ mehr anfangen und zeigt mir ein paar. Das Problem ist aber, dass die Comics alle eingeschweißt sind und man sich nur das Cover anschauen kann. Dann sehe ich doch ganz klein an einem Trenner im Buchregal einen Hinweis auf „Horror“. Sind halt alle etwas verrückter hier.

sehr geil – diesen herstellerkult finde ich natürlich super. und dass ich dich per whatsapp fernsteuern kann erst recht 🙂